Einladung zur Abschlussfeier: DIE 4. REVOLUTION – ENERGY AUTONOMY
Magdeburg, 27.5.10 Wenn die Finanzmärkte so etwas wie das Gehirn der neoliberalen Globalisierung bilden, dann sind die großen Energiekonzerne ihr Rückgrat. Sie liefern die Energie für die globale Logistik und das enorme Produktions- und Konsumniveau in den reichen Regionen der Welt. Das Energiesystem funktioniert weltweit nirgendwo konsequent nach sozialen und ökologischen Kriterien. Das ist keine Neuigkeit – aber die Lage spitzt sich zu.
Klimawandel, die geplante Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke sowie fehlende Versorgung von Milliarden Menschen im globalen Süden zeigen es an:
Das Energiesystem steckt in der Krise.
BUND, Attac und andere streiten für eine konzernfreie und demokratische Energieversorgung. Ziel ist der Ausstieg aus der Kohleverstromung, der sofortige Atomausstieg und eine soziale Grundversorgung auf der Basis von 100% erneuerbaren Energien. Das geht nur ohne die großen Energiekonzerne.
Es ist Zeit, umzuschalten. Zeit, den Stromkonzernen den Stecker zu ziehen!
Der Film von Carl-A. Fechner zeigt anhand beispielhafter Projekte und ihrer Vorkämpfer in zehn Ländern: Das energieeffizienteste Bürogebäude der Welt steht in Deutschland und produziert mehr Energie, als es verbraucht. Erneuerbare Energien sichern Familien in Mali und Bangladesh über hautnahe Finanzierungsmodelle die Existenz. Alternative Energiekonzepte revolutionieren die Autoindustrie und fördern neue Wege der Mobilität.
In vierjähriger Produktionszeit begleiteten Fechner und sein Team engagierte Prominente, sprachen mit Top-Managern, afrikanischen Müttern, Bankern und ambitionierten Aktivisten auf der ganzen Welt. Am Ende des hochaktuellen Films kann für alle ein neuer Anfang stehen: Die 4. Revolution – Energy Autonomy.
Am 1.6. wird der Film um 18 Uhr zum vorletzten Mal gezeigt. Grund für uns mit Initiatoren und Aktiven, Behördenvertretern und Interessierten zusammen zu kommen, um den Film zu schauen und anschließend in gemütlicher Atmosphäre bei Sekt oder Selters die Vision des Films und das Thema „Solarstadt Magdeburg“ zu diskutieren und wie jede und jeder selbst zu einer Energiewende beitragen kann.
Um 18 Uhr wird der Film in der Scheune gezeigt, die anschließende Diskussion zum Film und zum Thema „Solarstadt Magdeburg“ mit Oliver Wendenkampf, Landesgeschäftsführer, Rolf Warschun, Leiter des Umweltamtes Magdeburg und Michael Schmidt von der Helionat eG, Initiatoren der Bürgersolaranlage Magdeburg findet um 19.30 Uhr in der Galerie, bei schönem Wetter im Innenhof statt.
Die ersten 4 Menschen, die beim BUND unter 0391- 56 30 78 10 anrufen bekommen die Kinokarte für den 1.6. geschenkt!
Für Rückfragen: Julia Wendenkampf, Tel 0391- 56 30 78 10,Funk 0170-7996497
Grünlandverlust und Artenschwund muss gestoppt werden
Belsdorf, Stapen den 25.5.10
„Der mit den Grünlandverlusten einhergehende Artenschwund muss schnellstmöglich gestoppt werden. Die Bundesregierung muss im Rahmen der Vorschläge für die EU-Agrarpolitik nach 2013 endlich handeln und natur- und klimaschützend wirtschaftende Betriebe, wie Bio- und Neulandhöfe und Schaf- und Ziegenhalter, stärker fördern. Zudem muss Grünlandumbruch im Hinblick auf den Klimawandel generell verboten werden,“ so Jochen Dettmer, Bundesgeschäftsführer von NEULAND e.V. und Agrarsprecher des BUND anlässlich einer Wiesenbesichtigung beim NEULAND-Bauern Konrad Bohleke in Stapen, Landkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.
„Wiesen und Weiden haben unersetzliche Funktionen für Klima- Boden- und Grundwasserschutz, sie beherbergen mehr als die Hälfte aller in Deutschland vorkommenden Arten und sind Teil unserer Kulturlandschaft. Allein zwischen 2005 – 2009 sind fast 4 % der Grünlandflächen in Sachsen-Anhalt verloren gegangen. Dies beweist: die Instrumente zum Grünlandschutz reichen nicht aus,“ so Dr. Heidrun Heidecke, Naturschutzexpertin des BUND.
Im Internationalen Jahr der Biodiversität (Vielfalt des Lebens), rufen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und der NEULAND-Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung e.V. zum bundesweiten Wiesencheck auf. Mit der Aktion „Augen auf für unsere Wiesen und Weiden“ wollen der BUND und NEULAND Informationen über den Zustand des heimischen Grünlandes sammeln und die Bedeutung des Grünlandes im Rahmen der aktuellen Debatte um die Reform der EU-Agrarpolitik herausstellen. Dieser Wiesencheck ist Teil einer vom Bundesumweltministeriums und des Bundesamtes für Naturschutz initiierten geführten Wanderaktion für die biologische Vielfalt. (www.wandertag.biologischevielfalt.de)
„Bisher hat der Grünlandschutz bei der Debatte zur EU-Agrarreform eine zu geringe Rolle gespielt. Die Nutzung von artenreichem Grünland sollte stärker gefördert werden. Auch muss bei der Milchmarktpolitik die Nutzung von Grünland stärker in den Vordergrund gestellt werden“, so Jochen Dettmer weiter.
Das NEULAND-Qualitätsfleischprogramm aus besonders tiergerechter Haltung leistet mit seinen Haltungsvorschriften, wie Sommerweidenutzung einen Beitrag zur Biodiversität . NEULAND wird neben dem BUND noch vom Deutschen Tierschutzbund und der Arbeitsgemeinschaft Bäuerlicher Landwirtschaft getragen. www.neuland-fleisch.de
Informationsmaterialien zum Wiesencheck „Augen auf für unsere Wiesen und Weiden“ sind im Internet unter www.bund.net/wiese erhältlich.
Pressekontakt:
Dr. Heidrun Heidecke, BUND-Naturschutzexpertin, 0173/6062666
oder
Jochen Dettmer, Bundesgeschäftsführer von NEULAND e.V. und Agrarsprecher des BUND. 0172/8126337 ; An der Eiche 6, 39356 Belsdorf
A 14 Nord vor dem AUS !
Bedarfsprognosen rückläufig – Kostenprognosen steigend / BUND fordert Landesmittel für Behebung von Frostschäden statt für Autobahnprojekt auf der Abschussliste und gründet Aktionsgruppe „Zukunftsfähiges Verkehrskonzept Altmark“
Magdeburg, 20.5.2010: Die Bundesregierung muss sparen ! Vor allem im Verkehrshaushalt. Aus diesem Grunde wird die Bundesregierung keine Mittel zur Beseitigung von Frostschäden auf sachsen–anhaltischen Straßen zur Verfügung stellen.
„Im Interesse des Landes und seiner Bürgerinnen und Bürger“, so Oliver Wendenkampf, Landesgeschäftsführer des BUND e.V. in Sachsen–Anhalt“, „fordern wir daher die Landesregierung auf, die bislang als Eigenanteil für den Neubau der BAB 14 Nord eingeplanten Mittel für die Instandhaltung und –setzung der Landes- und Kommunalstraßen in Sachsen–Annhalt einzusetzen bzw. zu reservieren.“
Gerade vor dem ohnehin nicht realisierbaren Komplettbau der A 14 Nord bis 2015 (danach stehen die aktuell avisierten EU Mittel mehr zur Verfügung), wie Minister Daehre jüngst selbst hat verlautbaren lassen und dem aktuell laufenden Eilverfahren zur Klage des BUND Sachsen–Anhalt e.V. bezüglich des ersten (von zehn) Planfeststellungsabschnitten und dem zu erwartenden Baustopp für eben diesen ersten Abschnitt, scheint jetzt die Zeit gekommen, von dem irrationalen Plan einer neuen Autobahn nach Schwerin abstand zu nehmen und statt dessen Sinnvollerweise die vorhandenen Straßen instand zu setzen und bedarfsgerecht auszubauen.
Weitere stichhaltige Argumente gegen den Neubau der BAB 14 Nord wird der BUND e.V. in seiner Klagebegründung dem Gericht zukommen lassen und anlässlich der ersten Sitzung der Aktionsgruppe „Zukunftsfähiges Verkehrskonzept Altmark“ am 5. Juni (WeltUmweltTag) 2010 veröffentlichen.
Für Rückfragen: Oliver Wendenkampf, Tel.: 0391/563078-0, Funk 0160-7155064
BUND und NEULAND rufen in Stapen, Landkreis Salzwedel zum Wiesencheck auf
Magdeburg, Belsdorf, den 17.5.10 Grünland bedeckt in Deutschland etwa 30 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Durch Nutzungsänderungen wird immer mehr Grünland in Acker umgewandelt. Das führt zu einem Verlust ökologischer Funktionen im Biodiversitäts-, Wasser-, Boden- und Klimaschutz. Im Internationalen Jahr der Biodiversität (Vielfalt des Lebens), rufen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und der NEULAND-Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung e.V. zum bundesweiten Wiesencheck auf. Mit der Aktion „Augen auf für unsere Wiesen und Weiden“ wollen der BUND und NEULAND Informationen über den Zustand des heimischen Grünlandes sammeln und die Bedeutung des Grünlandes im Rahmen der aktuellen Debatte um die Reform der EU-Agrarpolitik herausstellen. Dieser Wiesencheck ist Teil einer vom Bundesumweltministeriums und des Bundesamtes für Naturschutz initiierten geführten Wanderaktion für die biologische Vielfalt. (www.wandertag.biologischevielfalt.de)
„Der Erhalt von Grünland ist für uns eine zentrale Forderung, da damit Ziele für den Erhalt der Artenvielfalt und des Klimaschutzes gleichermaßen erreicht werden können,“ so Jochen Dettmer, Bundesgeschäftsführer vom NEULAND e.V.
Der BUND, NEULAND und der NEULAND-Bauer Konrad Bohleke laden dazu einen interessierten Kreis zu einem Wiesencheck am Dienstag, den 25.5.2010 um 11.00 Uhr nach 38489 Stapen, Landkreis Salzwedel ein. Treffpunkt ist der NEULAND-Hof von Konrad Bolecke in Stapen 7 b. (Letztes Haus links mit blauem Tor). Von dort geht es mit eine kleinen Wanderung zu den Wiesen und Weiden.
Das NEULAND-Qualitätsfleischprogramm aus besonders tiergerechter Haltung wird neben dem BUND noch vom Deutschen Tierschutzbund und der Arbeitsgemeinschaft Bäuerlicher Landwirtschaft getragen. www.neuland-fleisch.de
Informationsmaterialien für Teilnehmer und das Faltblatt zum Wiesencheck „Augen auf für unsere Wiesen und Weiden“ sind im Internet unter www.bund.net/wiese oder rufen Sie an 030/ 275 86 - 442.
Pressekontakt: Jochen Dettmer, 0172/8126337
Mail: Jochen.Dettmer@neuland-fleisch.de
Bio-Abendmarkt auf dem Moritzhof
Am 19. Mai findet von 16 bis 20 Uhr wieder der Bio-Abendmarkt auf dem Moritzhof in Magdeburg statt.
In gemütlicher Marktatmosphäre kommt der Besucher mit den Bio-Landwirten ins Gespräch, genießt die Biobratwurst vom Grill und freut sich bei einem Glas Bio-Wein vom Weinhaus Dittmer auf den Sommer.
Unsere Landwirte und Gärtner, Hersteller und Händler aus der Region haben Gemüse, Obst, Ziegenkäse, Fleisch- und Backwaren, Shitake-Pilze, Imkereiprodukte, Wein, Eier, Nudeln, Marmeladen, Senf, Naturkosmetikprodukte und vieles mehr im Angebot.
Meist kann auch gleich an Ort und Stelle probiert werden.
Alle Produkte wurden nachhaltig erzeugt und zeichnen sich durch ihren erlesenen Geschmack aus. Die Anbieter treten persönlich für die Qualität der von ihnen verkauften Produkte ein und beantworten gerne Ihre Fragen dazu.
Am Infostand von BUND und der Biohöfegemeinschaft erfahren Sie interessante Fakten über den Anbau von Bio-Lebensmitteln und nachhaltigem Leben.
Der Bio-Abendmarkt findet in Magdeburg und Halle einmal im Monat statt.
Nächste Termine Magdeburg – 16. Juni, 21 Juli und 18 August
Nächste Termine Halle - am 1. Donnerstag im Monat auf dem Hallmarkt
Für Rückfragen: Julia Wendenkampf, Tel. 0170/7996497
BUND hält Versprechen
Juristische Überprüfung der Planfeststellungsunterlagen des ersten A 14 Abschnitt mündet in Klage
Magdeburg, 7.5.2010: Naturschutzfachlicher Planungsauftrag nicht erfüllt, zusammenhangslose Abschnittsbildung unlogisch, Bedarf schön gerechnet und Planrechtfertigung unzureichend, das sind nur einige der Argumente, die in der Klagebegründung des BUND Sachsen–Anhalt auf die Mängel im vermeintlich „unproblematischen“ Planabschnitt VKE 1.2 (Colbitz) aufmerksam machen und vermutlich zu einem weiteren Sieg des Naturschutzverbandes im Ringen um ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept für die Altmark führen werden.
Nach dem Baustopp der „So da – Brücke“ von Colbitz und der Notwendigkeit, das Planfeststellungsverfahren zum VKE 1.2. mehrmals neu zu beginnen, bahnt sich im Zusammenhang mit diesem Planfeststellungsabschnitt, dem Ersten von insgesamt zehn, die bereits dritte Niederlage des Landesverkehrsministeriums an.
„Mit großem Bedauern“, so Oliver Wendenkampf, Landesgeschäftsführer des BUND Sachsen-Anhalt e.V., „müssen wir konstatieren, dass der naturschutzfachliche Planungsauftrag (grünes Sternchen) des Bundesverkehrswegeplanes im planfestgestellten Abschnitt VKE 1.2 nicht erfüllt ist und uns so entsprechend unseres gesellschaftlichen Auftrages (festgelegt im Bundesnaturschutzgesetz) zwingt, Klage gegen diesen Planfeststellungsabschnitt zu erheben“.
Kenner der Materie, auch aus dem Hause des noch Verkehrsministers Karl Heinz Daehre, spekulieren immer offener über die geringen Chancen der Fertigstellung der Planung für die BAB 14 vor dem 31.12.2013 und damit über das Schicksal der Autobahn selbst.
Aufträge, die vor diesem Termin nicht zumindest rechtsverbindlich ausgelöst sind, werden nicht mehr auf eine Finanzierung durch die EU hoffen können, so munkelt es nicht nur im Landesverkehrsministerium. Mehr noch, von einem Verzicht auf den Planabschnitte VKE 1.1 (Anschluss an A 14 Süd mit Querung Mittellandkanal) und nördlich der geplanten Anschlussstelle B 190 aus Geld-, Zeit- und naturschutzfachlichen Gründen ist immer häufiger zu hören.
Ohne diese Abschnitte allerdings, wird auch von den Befürwortern der A 14 Nord, die Notwendigkeit einer solchen Rumpfautobahn immer häufiger in Frage gestellt.
Für Rückfragen:
Oliver Wendenkampf, Tel.: 0391/563078-0, Funk 0160-7155064
